Die vor 3 Jahren am Bahnhof mit gebietseigener Wiesenmischung eingesäte Wildblumenwiese am Bahnhof (gemeinsames Projekt von Landkreis Dachau und Gemeinde Vierkirchen) lebt! Die Wildblumen sind einer gewissen Dynamik unterworfen, dadurch verändert die Wiese ihr Erscheinungsbild ständig. Wildstauden-Arten kommen und gehen, die Wiese passt sich den Einflüssen wie z.B. Nässe, Regen, Sonne, Nährstoffangebot, Mähhäufigkeit usw. an. Diese Dynamik ist von uns gewollt und wird bis zu einem gewissen Maße toleriert. Wir beschränken uns darauf nur invasive Stauden mit der Hand zu entfernen.
Die erforderlichen Mähgänge erfolgen in einer sog. Staffelmahd, dadurch können die Insekten in den ungemähten Teil der Wiese übersiedeln. Der zum Einsatz kommende Balkenmäher ist handgeführt, somit sehr leicht (keine Verdichtung des Erdreiches) und das Mähmesser läuft relativ langsam hin und her; es rotiert nicht, wodurch Insekten die Chance haben, zu flüchten. Warum wird gemäht? Das Mähen ist ein Ersatz der Beweidung und ist notwendig um den Boden weiter abzumagern und den Lichtkeimern unter den Wiesenblumen die Möglichkeit der Selbstaussaat zu geben. Nach dem Mähen verbleibt das Mähgut ein paar Tage zur Trocknung auf der Fläche, dadurch kann reifer Samen vor Ort ausfallen. Zum Schluss wird geschwadert, das Heu aufgenommen und abtransportiert, dann dem natürlichen Kreislauf wieder rückgeführt.
Eine kleine Auswahl der im vergangenen Jahr anzutreffenden Wiesenstauden auf der Fläche:
Färberkamille, Spitz- sowie Breitwegerich, Wiesensalbei, Wiesenknopf, wilder Oregano, Hornklee, Rotklee, Esparsette, Witwenblume, weiße Schafgarbe, Königskerze, Nachtkerze, Karthäusernelke, Wiesenflockenblume, Hundslattich usw. (kleiner Auszug).
